Flusskreuzfahrten

Donau-Flusskreuzfahrt: Passau, Wien, Budapest

Der Klassiker unter den Flussreisen: von Passau durch die Wachau nach Wien, Bratislava und Budapest.

Die Donau ist der beliebteste Fluss für Flusskreuzfahrten in Europa. Auf einer Woche verbindet sie drei Hauptstädte, eine der schönsten Weinlandschaften Mitteleuropas und barocke Klöster, ohne dass Sie das Hotel wechseln müssen. Der Klassiker beginnt in Passau, der Dreiflüssestadt an der deutsch-österreichischen Grenze.

Die klassische Route: Passau, Wien, Bratislava, Budapest

Die meisten Donaureisen folgen einem bewährten Muster mit sieben oder acht Nächten:

  1. Passau: Einschiffung in der Altstadt, in der Inn und Ilz in die Donau münden.
  2. Linz oder Melk: Je nach Route ein Stopp in Oberösterreich oder direkt in der Wachau.
  3. Wachau: Weinberge, Marillengärten und Burgruinen zwischen Melk und Krems. Die Landschaft gehört zum UNESCO-Welterbe.
  4. Wien: meist mit langer Liegezeit oder Übernachtung an Bord.
  5. Bratislava: die kompakte Hauptstadt der Slowakei mit Burg und Altstadt.
  6. Budapest: oft mit Übernachtung, damit Sie die Stadt auch am Abend erleben.
  7. Rückfahrt stromaufwärts, häufig mit einem weiteren Stopp in der Wachau oder in Österreich.

Stromaufwärts fährt das Schiff langsamer als stromabwärts. Deshalb sind Hin- und Rückweg oft unterschiedlich getaktet, und einzelne Häfen werden nur auf einer der beiden Strecken angelaufen.

Die Etappen im Überblick

Stadt oder Region Land Höhepunkte
Passau Deutschland Dom St. Stephan, Altstadt zwischen den Flüssen
Melk Österreich Benediktinerstift hoch über der Donau
Dürnstein Österreich Burgruine, blauer Kirchturm, Weinbau
Wien Österreich Stephansdom, Hofburg, Schönbrunn, Kaffeehäuser
Bratislava Slowakei Burg, Altstadt, Martinsdom
Budapest Ungarn Parlament, Burgviertel, Kettenbrücke, Thermalbäder

Wien: Anleger und Landgang

In Wien legen die meisten Flussschiffe an der Donau im Bereich Reichsbrücke und Handelskai an. Bis zum Stephansdom fahren Sie mit der U-Bahn nur wenige Stationen. Wer die Stadt auf eigene Faust erkunden will, sollte vorab entscheiden, ob Innenstadt, Schönbrunn oder ein Konzert im Vordergrund stehen: Für alles reicht ein Tag nicht. Viele Reedereien bieten abends Konzertbesuche mit Musik von Mozart und Strauss an.

Budapest: die schönste Einfahrt

Die Ankunft in Budapest gehört zu den eindrucksvollsten Momenten jeder Donaureise. Abends sind das Parlament, die Burg und die Brücken beleuchtet. Viele Reedereien planen die Ein- oder Ausfahrt deshalb bewusst in die Dunkelheit. In der Stadt lohnen sich das Burgviertel auf der Budaer Seite, der Spaziergang über die Kettenbrücke und ein Besuch in einem der Thermalbäder.

Ausflüge entlang der Donau

Die Reedereien bieten an fast jedem Halt Ausflüge an. Einige Klassiker, die Sie auch auf eigene Faust planen können:

  • Stift Melk: Die barocke Benediktinerabtei thront über der Donau und ist vom Anleger aus zu Fuß erreichbar, der Weg führt bergauf.
  • Radtour in der Wachau: Der Donauradweg verläuft entlang des Flusses durch Weinorte wie Spitz, Weißenkirchen und Dürnstein. Manche Schiffe haben Leihräder an Bord oder vermitteln sie.
  • Schloss Schönbrunn: Die ehemalige Sommerresidenz der Habsburger in Wien ist mit der U-Bahn gut erreichbar. Für die Innenräume empfiehlt sich ein Ticket mit festem Zeitfenster.
  • Thermalbad in Budapest: Die historischen Bäder wie das Széchenyi- oder das Gellértbad sind ein typisches Budapester Erlebnis. Badesachen gehören deshalb ins Gepäck.
  • Puszta-Ausflug: Von Budapest aus bieten viele Reedereien Fahrten in die ungarische Tiefebene mit Reitervorführung an.

Für wen sich die Donau eignet

Die Donau ist die richtige Wahl für alle, die eine erste Flussreise ausprobieren möchten. Die Route ist bewährt, die Städte sind bekannt, und mit Wien und Budapest stehen zwei der schönsten Hauptstädte Europas auf dem Programm. Wer Kultur, Musik und gutes Essen mag, kommt hier besonders auf seine Kosten. Familien mit kleinen Kindern finden auf Flussschiffen dagegen wenig Programm. Wer viel Natur und wenig Stadt erleben will, wählt eher eine Route mit Schwerpunkt auf der Wachau oder eine längere Reise in Richtung Donaudelta.

Längere Routen: bis zum Schwarzen Meer

Neben dem Klassiker gibt es Donaureisen, die weiter stromabwärts führen: durch Serbien, vorbei an der Festung von Belgrad, durch das Eiserne Tor an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien bis ins Donaudelta. Diese Reisen dauern zwei Wochen und mehr und berühren Länder außerhalb des Schengen-Raums. Prüfen Sie für solche Routen die Dokumente besonders sorgfältig. Stromaufwärts sind Reisen ab Passau über den Main-Donau-Kanal bis an Main und Rhein möglich.

Reisezeit und Wasserstand

Zeitraum Charakter
März und April Saisonstart, Frühling in der Wachau, Marillenblüte
Mai und Juni ideal, lange Tage, mildes Wetter
Juli und August heiß in den Städten, Ferienzeit
September und Oktober Weinlese in der Wachau, angenehme Temperaturen
Dezember Adventsreisen zu den Weihnachtsmärkten in Passau, Wien und Budapest

Wie auf allen Flüssen kann der Wasserstand die Reise beeinflussen. Nach trockenen Sommern ist Niedrigwasser möglich, nach Starkregen oder Schneeschmelze Hochwasser. Die Reedereien reagieren mit Routenänderungen oder Bustransfers.

Landgang gut planen

Die Donaustädte sind ideal für Landgänge zu Fuß: In Passau, Melk, Dürnstein und Bratislava liegen die Sehenswürdigkeiten nah am Anleger. In Wien und Budapest lohnt sich der öffentliche Nahverkehr. Planen Sie bei kurzen Liegezeiten realistisch, und lassen Sie sich die Zurück-an-Bord-Zeit nicht aus dem Blick geraten.

Welche Reedereien auf der Donau fahren

Auf der Donau sind zahlreiche Flussreedereien unterwegs, deutschsprachig etwa A-ROSA, nicko cruises und Phoenix Reisen, international unter anderem Viking River Cruises und AmaWaterways. Unterschiede gibt es bei Kabinengröße, Verpflegung und inklusiven Leistungen. Alles Weitere zu Flussreisen lesen Sie im Überblick Flusskreuzfahrten, den zweiten Klassiker finden Sie unter Rhein-Flusskreuzfahrt.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Wie lange dauert eine Donau-Flusskreuzfahrt?

Die klassische Rundreise Passau, Wien, Bratislava, Budapest und zurück dauert meist sieben oder acht Nächte. Kürzere Reisen von vier bis fünf Nächten führen oft nur bis Wien oder Budapest. Lange Routen bis ins Donaudelta am Schwarzen Meer dauern zwei Wochen und mehr.

Wo legen die Schiffe in Wien und Budapest an?

In Wien liegen die meisten Flussschiffe an den Anlegestellen im Bereich Reichsbrücke und Handelskai, von dort fährt die U-Bahn in wenigen Minuten ins Zentrum. In Budapest legen die Schiffe meist am Ufer in Innenstadtnähe an, je nach Liegeplatz auf der Pester oder Budaer Seite.

Wann ist die beste Reisezeit für die Donau?

Mai, Juni und September gelten als ideal: angenehme Temperaturen, lange Tage, volle Programme an Land. Im Hochsommer kann es in Wien und Budapest sehr heiß werden, im Spätsommer drohen bei Trockenheit Einschränkungen durch Niedrigwasser. Die Adventsreisen im Dezember haben ihren eigenen Reiz mit Weihnachtsmärkten.

Zuletzt überarbeitet am 27. Oktober 2026. Fehler entdeckt? Schreiben Sie der Redaktion.